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Was ist ein NDA? 6 Tipps zum Schutz deiner Geschäftsgeheimnisse

Artikel•Zuletzt aktualisiert am 9. Okt. 2024
Als Unternehmer ist man im ständigen Informationsaustausch mit Geschäftspartnern, Investoren oder Kunden. Dabei werden oft geheime Informationen ausgetauscht, die einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz darstellen. Ein NDA (Non-Disclosure Agreement) gewährleistet, dass diese Informationen nicht in die Hände der Konkurrenz fallen. Doch was ist ein NDA genau? In diesem Artikel erklären wir dir die Einzelheiten.

ZUSAMMENFASSUNG: Tipps zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen

  1. Was ist ein NDA: Ein NDA (Non-Disclosure Agreement) ist eine Vereinbarung, welche die Weitergabe geheimer Informationen verbietet.

  2. Wichtige Klauseln: NDAs sollten Regelungen zur Rückgabe vertraulicher Informationen, Vertragsstrafe und Vertragslaufzeit enthalten.

  3. Einseitiges NDA: Einseitige NDAs sind empfehlenswert, wenn einzelne Parteien wie Mitarbeiter, Berater oder Investoren Zugang zu Geschäftsgeheimnissen erhalten.

  4. Gegenseitiges NDA: Gegenseitige NDAs sind wichtig bei Partnerschaften oder Kooperationen, wo beide Seiten sensible Daten austauschen.

  5. Durchsetzung: Durch Schadensersatzklagen oder einstweilige Verfügungen kannst du die Geheimhaltung deiner geheimen Informationen durchsetzen.

  6. Erstellung: Bei der Erstellung eines NDAs solltest du auf klare, eindeutige und rechtlich zulässige Formulierungen achten.

Die passenden Vorlagen findest du hier:

  • Einseitige Geheimhaltungsvereinbarung

  • Gegenseitige Geheimhaltungsvereinbarung

Diese Vorlagen findest du auch auf Englisch:

  • Unilateral Non-Disclosure Agreement

  • Mutal Non-Disclosure Agreement


1. Was ist ein NDA? Unterscheide zwischen einseitigem und beidseitigem NDA

Definition: Ein NDA (Non-Disclosure Agreement) ist eine rechtsverbindlicher Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Parteien, die es einer oder mehreren Vertragsparteien verbietet, bestimmte Informationen weiterzugeben. Zu unterscheiden ist zwischen einem einseitigen und einem gegenseitigen NDA.

Einseitiges NDA: Ein einseitiges NDA verbietet nur den Empfängern der geheimen Informationen deren Weitergabe, zum Beispiel wenn ein Tech-Startup seine Technologie einer Investorenrunde pitcht.

Gegenseitiges NDA: Ein gegenseitiges NDA hingegen verbietet jeder Vertragspartei, die von den anderen Vertragsparteien empfangenen Informationen weiterzugeben, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen bei einem Forschungsprojekt.

2. Vergiss diese drei goldenen Klauseln nicht

Rückgabe geheimer Informationen: Es ist wichtig zu regeln, wie weit die Pflicht zur Rückgabe geheimer Informationen reicht, da beispielsweise die vollständige Löschung digitaler Daten von einer Hardware den Einsatz spezieller Software erfordert.

Vertragsstrafe: Die Vereinbarung einer Vertragsstrafe kann die Durchsetzbarkeit einer Vertragsverletzung erleichtern, weil es in der Regel schwer sein dürfte, die Schadenshöhe zu beziffern. Zum Beispiel lässt sich der Marktwert einer neuen Technologie schwer bestimmen.

Vertragslaufzeit: Zudem kann die Festlegung einer Vertragslaufzeit den Informationsempfänger davor schützen, unabsichtlich gegen die Geheimhaltungspflicht zu verstoßen. Beispielsweise weiß der neue Geschäftsführer eines Unternehmens nicht unbedingt, dass sein Vorgänger vor Jahren ein NDA unterzeichnet hat.

3. Ein einseitiges NDA brauchst du, wenn nur eine Partei Informationen offenlegt

Arbeitnehmer: Wenn Mitarbeiter Zugang zu vertraulichen Unternehmensinformationen erhalten, solltest du diese zur Geheimhaltung verpflichten. Dies kann entweder durch das Unterzeichnen einer Geheimhaltungsvereinbarung oder durch die Integration von Geheimhaltungsklauseln in den Arbeitsvertrag geschehen.

Externe Mitarbeiter: Wie Arbeitnehmer erhalten externe Mitarbeiter wie Freelancer und Berater in der Regel Zugang zu geheimen Informationen des Unternehmens. Um eine Veröffentlichung dieser Informationen zu verhindern, solltest du auch hier eine Geheimhaltungsvereinbarung in Betracht ziehen, wenn du noch keinen Dienstvertrag abgeschlossen hast, der eine Geheimhaltungsklausel enthält.

Investoren: Wenn ein Startup seine Idee Investoren vorstellt, sollte das Startup diesen möglicherweise eine Geheimhaltungsvereinbarung vorlegen. Jedoch hat das Startup zuvor sorgfältig abzuwägen, ob es durch dieses Verhalten die Investoren nicht vergrault. Darüber hinaus unterzeichnen Investoren oft einseitige NDAs vor der Due-Diligence-Prüfung eines Zielunternehmens.

4. Für die beidseitige Offenlegung von Informationen ist ein gegenseitiges NDA vorteilhaft

Produktentwicklung: Wenn zwei Unternehmen über die gemeinsame Entwicklung einer neuen Technologie verhandeln und ihre bisherigen Entwicklungsergebnisse hierfür gegenseitig austauschen, sollten sie vor Verhandlungsbeginn eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen. So können beide Unternehmen gewährleisten, dass ihre bisherigen Entwicklungsergebnisse nicht gegenseitig abgekupfert werden.

M&A: Verhandeln zwei Unternehmen über einen Zusammenschluss, kommt es in der Regel zu einer Due-Diligence-Prüfung, bei der sich die Unternehmen gegenseitig auf Herz und Nieren überprüfen. Durch die Unterzeichnung eines NDAs gewährleisten die Verhandlungspartner die Geheimhaltung ihrer Geschäftsgeheimnisse.

Dienstleistungen: Beginnt ein Dienstleistungsunternehmen Gespräche mit einem potentiellen Kunden über eine künftige Zusammenarbeit, kann das Dienstleistungsunternehmen durch eine Geheimhaltungsvereinbarung sicherstellen, dass der Kunde dessen Geschäftsgeheimnisse nicht an einen Konkurrenten weitergibt.

5. Wie setze ich ein NDA durch? Klage oder einstweilige Verfügung

Klage: Was ist ein NDA wert, wenn man es nicht durchsetzen kann? Eine der häufigsten Maßnahmen zur Durchsetzung eines NDAs ist die Klage auf Schadensersatz. Diese zielt darauf ab, den Geschädigten für die Schäden zu kompensieren, die ihm durch die Verletzung des NDAs entstanden sind. Zum Beispiel kann ein Unternehmen einen potentiellen Kooperationspartner in Anspruch nehmen, wenn dieser dessen Erfindung nachweislich zur eigenen Produktentwicklung nutzt. Jedoch dürfte die Beweisführung in der Regel schwierig sein.

Einstweilige Verfügung: Wesentlich aussichtsreicher dürfte eine einstweilige Verfügung sein. Hierdurch kann der Geschädigte dem Schädiger durch gerichtliche Anordnung kurzfristig verbieten, weiterhin geheime Informationen offenzulegen. Beispielsweise kann ein Unternehmen einem Kaufinteressenten die Weitergabe von im Rahmen einer Due-Diligence-Prüfung erlangten geheimen Informationen an weitere Interessenten verbieten, wenn es erfährt, dass der Kaufinteressent die geheimen Informationen an Dritte weitergegeben hat. Ist die einstweilige Verfügung erfolgreich, dürfte eine spätere Schadensersatzklage gute Erfolgsaussichten haben.

6. Wie erstelle ich ein NDA? Bei Docue bist du genau richtig

Auf was du achten solltest: Bei der Erstellung eines NDAs solltest du auf klare und eindeutige Formulierungen achten, um Missverständnisse und Streitigkeiten zu vermeiden. Zudem sollte sich das NDA im Rechtsrahmen bewegen. Beispielsweise darfst du Informationen zur Aufdeckung eines Verbrechens nicht geheim halten, weil du eine Mitwirkungspflicht bei Verbrechensermittlungen hast. Schließlich hat sich das NDA an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu halten. So kann zum Beispiel die Laufzeit des NDAs nicht zehn Jahre betragen, wenn es um die Geheimhaltung einer Erfindung geht, die nächstes Jahr als Patent veröffentlicht wird.

So entwirfst du ein NDA: Mit Docue entwirfst du schnell und einfach ein hieb- und stichfestes NDA. Die Vorlagen zur Einseitigen Geheimhaltungsvereinbarung oder Gegenseitigen Geheimhaltungsvereinbarung helfen dir, ein NDA nach deinen Wünschen in Minuten zu erstellen. Wir führen dich Schritt für Schritt durch den Erstellungsprozess, sodass du keinen Anwalt brauchst. Im Anschluss können du und deine Vertragspartner das NDA bequem elektronisch unterschreiben.

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Docue
Autor
Docue Legal Team

Tags: Was ist ein NDA, Einseitige Vertraulichkeitsvereinbarung, Gegenseitige Geheimhaltungsvereinbarung, Beidseitige Vertraulichkeitsvereinbarung, Beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung, Geheimhaltung, Vertraulichkeit, Geheime Informationen, Vertrauliche Informationen, Geschäftsgeheimnis


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